Nicht mehr allein
Du kuschelst dich an mich, schmiegst dich in meinen Arm und ich bin froh, dass du neben mir bist, Ruhe vermittelst. Wie oft habe ich allein hier gelegen, konnte vor Einsamkeit und Kummer nicht einschlafen. Kreisende Gedanken, Gedankenkreisel…
Konnte nicht abschalten und sehnte mich nach Gesellschaft.
Keiner der mir zuhört so wie du. Geduldig, abwartend, immer ein offenes Ohr und ein treuer Blick. Der intuitiv merkt, wenn es mir nicht gut geht. Der mich tröstet, so gut er kann. Der fast immer meiner Meinung ist.
Zugegeben, zuerst habe ich mich dagegen gesträubt, dich bei mir schlafen zu lassen. Doch du warst beharrlich, hast fast darauf bestanden. So habe ich dich zuerst seufzend in mein Bett gelassen, um festzustellen, dass ich mit dir zusammen besser schlafen kann.
Du wirst unruhig, wer weiß, wovon du gerade träumst. Vorsichtig, um dich nicht zu wecken, streichle ich deinen Kopf. Du scheinst das zu merken, denn du kommst noch ein wenig näher zu mir gerückt. Fast zu nah. Doch das ist in Ordnung, es ist ja so schön, dass es dich gibt, das ich dich gefunden habe. Das wir uns um einander kümmern. Und schon ist dein Schlaf wieder ruhig und du bist ganz entspannt.
Es wird alles so friedlich und langsam gleite auch ich in meine eigene Traumwelt…
Ein Zug donnert an mir vorbei. Noch halb im Traum gefangen wundere ich mich, wie der wohl ins Schlafzimmer gekommen ist. Und wieso fühlt sich mein Ohr so feucht an???
Zögernd lasse ich den Traum los, werde ganz wach. Mein Ohr ist tatsächlich nass, denn du hast deine Nase direkt davor liegen, schnarchst sabberst vor dich hin.
Ich gebe dir einen Schups. „Raus aus dem Bett, jetzt ist aber Schluss damit. Heute Nacht schläfst du nicht mehr hier!“
Mein Dackelmädchen schnauft entrüstet durch die Nase, hopst aus dem Bett und marschiert zu ihrem Körbchen. Dort zupft sie sich die Decke zurecht und macht es sich bequem.
Bevor sie einschläft, guckt sie mich richtig sauer an. Ich wette sie hat mir gesagt, dass ich nicht in ihrem Körbchen schlafen darf, da kann ich noch so betteln…
Aber morgen, da werden wir wohl wieder zusammen einschlafen…

Mumpitz
26. Mai 2010
Sehr plastisch beschrieben, diese Hundekuschelei! Tierliebe ist so unschuldig schön!
Songline
27. Mai 2010
Ich persönlich bin ja keine Freundin von Tieren im Bett. Unsere Katze darf auch nicht rein.
Aber ich kann gut nachvollziehen, wieviel Vertrautheit und Kuschelgefühl so ein Tier vermitteln kann.
Angie Pfeiffer
27. Mai 2010
Nene, das ist jetzt ne wirklich ausgedachte Geschichte. Tiere im Bett finde ich ganz schrecklich und Hunde auf dem Sofa auch.
Mein Göttergatte knickt allerdings ein, wenn die Katze sooo lieb kuschelt. Allerdings traut sie sich nicht auf meine Seite, sondern schleicht sich nachts zu ihm ins Bett…
LG