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	<title>Herzflüstern &#187; Trennung</title>
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		<title>Männer gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 18:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Songline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Besitzdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Eifersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier und stand im Garten meiner nun 50-jährigen Freundin mit zwei Männern zusammen. Einer davon war ein Bekannter von mir, der andere ein Typ, der uns sein Leid über Frauen im Allgemeinen und eine im Besonderen klagte. Das liebe ich ja!
„Stellt Euch vor“, hob er an, „meine Alte hat fremdgefickt.“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier und stand im Garten meiner nun 50-jährigen Freundin mit zwei Männern zusammen. Einer davon war ein Bekannter von mir, der andere ein Typ, der uns sein Leid über Frauen im Allgemeinen und eine im Besonderen klagte. Das liebe ich ja!</p>
<p>„Stellt Euch vor“, hob er an, „meine Alte hat fremdgefickt.“ Da schluckt frau ja erst mal, ich auch, weil ich so einen Sprachgebrauch nicht erwartet hätte. Das ist nämlich im Umfeld meiner Freundin absolut unüblich. Auch mein Bekannter hob die Augenbrauen und fragte: „Wer, die Gabi?“<br />
„Nein, die Claudia.“<br />
Mein Bekannter blickte konsterniert. „Die Claudia? Wann?“<br />
„Na, letzte Woche!“<br />
„Aber da warst du doch schon längst mit der Gabi zusammen!“<br />
„Stimmt, aber deswegen muss doch die Claudia nicht gleich fremdficken.“</p>
<p>Mein logisches Denkvermögen war durch Sekt mit Cassissée schon leicht beeinträchtigt. Mein ES sagte: „Hau dem Idioten eins auf die Nase“, mein Über-Ich antwortete: „Mädchen müssen artig sein“ und mein Ich beschloss, der Sache zunächst einmal auf den Grund zu gehen.<br />
<span id="more-696"></span><br />
„Damit ich das jetzt richtig verstehe“, fing ich an, „du warst mit Claudia zusammen?“<br />
„Ja. Und auch mit Gabi, aber da wusste die Claudia nichts von.“<br />
„Du hast also die Claudia von Anfang an betrogen?“<br />
„Ja, klar. Und die hat’s nicht gemerkt. Die wollte aber dann irgendwann, dass wir zusammenziehen, weil sie mich so liebt, hat sie gesagt. Ich hab sie dann noch eine Weile hingehalten, aber dann war ich doch ehrlich und hab sie sausenlassen.“<br />
„Da kannst du aber mächtig stolz auf dich sein, dass du so ehrlich warst.“<br />
„Bin ich auch.“ Der Typ grinste. In mir sammelte das ES seine Kräfte zusammen.<br />
„Und wann hast du dich von ihr getrennt?“<br />
„Vor drei Wochen. Da hat die noch geheult. Und jetzt erfahre ich, dass die mit `nem anderen Kerl rummacht.“<br />
„Aber solange sie mit dir zusammen war, war sie treu?“<br />
„Ja klar, sonst hätt ich die doch nicht gewollt, ich zieh mir doch keine Flittchen an Land!“</p>
<p>Mein Bekannter sah mein Blut aufsteigen und ging in Deckung. Der Typ schrieb meine Gesichtsfarbe wohl dem Sekt zu, der kannte mich halt noch nicht. Ich nahm mich zusammen, gab dem Kerl noch eine letzte Chance und sprach mit leiser, fast zärtlicher Stimme: „Sag mal, wenn sie dir treu war, solange ihr zusammen ward, geht es dich dann irgendetwas an, was sie jetzt macht, wo du sie sitzen gelassen hast?“<br />
„Ja klar, sie war doch mein Mädchen und hätte ruhig noch ´ne Weile meinetwegen heulen können.“</p>
<p>Mein Über-Ich brüllte: „Du darfst nur zur Selbstverteidigung schlagen, du darfst nur zur Selbstverteidigung schlagen, du darfst nur …“<br />
Mein ES flüsterte: „Seine Nase sieht eh scheiße aus.“</p>
<p>Ich hab schon immer lieber auf die Flüsterer gehört.</p>
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		<title>Marga</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 17:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Songline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder zaubern Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz erzählt]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Maria Rilke]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Darf ich mich ein wenig zu Ihnen setzen? Wissen Sie, ich sitze immer auf dieser Bank, jeden Tag, Sommer wie Winter, egal, wie das Wetter ist. Ich sitze hier und hänge meinen Gedanken nach. Einen schönen Hund haben Sie da, ja, ich weiß, Labrador, die mag ich gern. Nein, ich habe keinen Hund, wissen Sie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://netzkritzler.de/herzfluestern/files/2010/04/chinGarten.jpg" ><img src="http://netzkritzler.de/herzfluestern/files/2010/04/chinGarten-80x120.jpg" alt="" title="chinGarten" width="80" height="120" class="alignright size-thumbnail wp-image-248" /></a>„Darf ich mich ein wenig zu Ihnen setzen? Wissen Sie, ich sitze immer auf dieser Bank, jeden Tag, Sommer wie Winter, egal, wie das Wetter ist. Ich sitze hier und hänge meinen Gedanken nach. Einen schönen Hund haben Sie da, ja, ich weiß, Labrador, die mag ich gern. Nein, ich habe keinen Hund, wissen Sie, in meinem Alter ist mir das zu anstrengend. Bin ja nun schon über 80. Aber es geht mir gut, ja, sehr gut, man muss zufrieden sein.<br />
<span id="more-246"></span><br />
Warum ich immer wieder hierher komme? Das ist eine seltsame Geschichte und sie ist lange her. So jung waren wir damals, zu jung, meine Marga und ich. Wir kannten uns von klein auf, waren Nachbarskinder und gingen gemeinsam zur Schule. Marga mit ihren Zöpfen, so sah ich sie immer, das Mädchen mit den Zöpfen. Albern waren wir, haben viel Blödsinn zusammen gemacht und über alles gesprochen, wie Kinder so sind. Und irgendwann waren wir keine Kinder mehr, aber auch noch nicht richtig erwachsen. Wir gingen zur Konfirmation und Marga bekam ein Buch geschenkt von einem Onkel in der Schweiz, der mit Rilke befreundet war. Rainer Maria Rilke, den kennen Sie, nicht wahr? Jedenfalls war es ein Buch mit Gedichten von Rilke.<br />
„Das ist zu schwer für mich“, hat die Marga gesagt, und das Buch erst einmal in ihre Kiste gelegt.</p>
<p>Aber ein paar Jahre später holte sie es wieder hervor. Und begann, mir daraus vorzulesen. Aber wissen Sie, ich hab’s nicht verstanden. Wir waren die Kinder einfacher Leute und ich hatte mit Gedichten so gar nichts am Hut. Ich bin in der Tischlerei in die Lehre gegangen und war viel mit meinen Freunden unterwegs. 17 war ich da. Und wusste nun nicht, was die Marga mir sagen wollte mit ihrem Rilke. Heut’ sag ich, ich war richtig naiv. Eines Tages kam sie, die Marga, und schlug ihr Buch auf.<br />
„Das les ich jetzt nur für Dich“, sagte sie. Und sie las:</p>
<p>Wie soll ich meine Seele halten, dass<br />
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie<br />
hinheben über dich zu andern Dingen?<br />
Ach  gerne möchte ich sie bei irgendwas<br />
Verlorenem im Dunkel unterbringen<br />
an einer fremden stillen Stelle, die<br />
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.<br />
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich<br />
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,<br />
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.<br />
Auf welches Instrument sind wir gespannt?<br />
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?<br />
O süßes Lied.</p>
<p>Dann hat sie dagesessen, mit glänzenden Augen und roten Wangen, auf der Bank, genau da, wo Sie jetzt sitzen. Sie hatte längst keine Zöpfe mehr, aber in meinen Augen war sie immer noch das kleine Mädchen, das ich seit Kindertagen kannte. Marga, die kleine alberne Göre, die jeden Blödsinn mitmachte. „Ja, und?“, hab ich gefragt. „Das heißt, ich hab dich lieb“, hat die Marga gesagt. Ich war ganz durcheinander.  Und wusste nicht, was ich nun tun sollte. „Ich muss heim“, hab ich gesagt und bin gegangen. </p>
<p>Von da an war die Marga komisch. Aber ich konnte doch nichts dafür, hab’ ich gedacht. Wenn sie mich lieb hatte und ich sie nicht, dann konnte ich doch nichts dafür. Die Marga wollte mich dann oft nicht sehen. Und wenn wir uns gesehen haben, dann war sie traurig. Es war nicht mehr viel anzufangen mit der Marga.<br />
Irgendwann haben wir dann doch wieder hier gesessen, auf dieser Bank, und die Marga hat ihr Buch herausgenommen.<br />
„Ich fahre in die Schweiz zum Onkel. Ich kann dort bei reichen Leute eine Stellung bekommen als Kindermädchen.“<br />
Das gab mir dann doch einen Stich. Nein, ich hatte die Marga nicht lieb, da war ich mir sicher, aber ich wollte auch nicht, dass sie ging.<br />
„Schreibst Du mir?“ war das einzige, was ich sagen konnte.<br />
„Ich schenk’ Dir ein Gedicht“, sagte sie und las:</p>
<p>Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,<br />
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,<br />
aber wie klein auch, noch ein letztes<br />
Gehöft von Gefühl. Erkennst du&#8217;s?<br />
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund<br />
unter den Händen. Hier blüht wohl<br />
einiges auf; aus stummem Absturz<br />
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.<br />
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann<br />
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.<br />
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,<br />
manches umher, manches gesicherte Bergtier,<br />
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel<br />
kreist um den Gipfel reine Verweigerung. &#8211; Aber<br />
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens&#8230;</p>
<p>Diesmal wollte ich nichts falsch machen. Diesmal nicht. Aber wissen Sie, ich hatte es wieder nicht verstanden. Es war irgendwie traurig, so wie die Marga. Sie wollte bestimmt aufgemuntert werden, habe ich gedacht, aber wie das so ist, man weiß nicht, was man tun soll, in so einem Moment. Ein Witz fiel mir nicht ein und er wäre auch sicher nicht passend gewesen, also hab ich gesagt:<br />
„Das ist sehr schön.“ Doch die Marga hat mich wieder nur komisch angesehen.<br />
„Ich muss heim“, sprach sie und ging.</p>
<p>Dann war sie fort, ohne Abschied. Und ich musste in den Krieg bald darauf. So manches Mal hab ich da an die Marga gedacht und ihre seltsamen Gedichte, die ich nicht verstand. Wenn sie nur bei mir wäre, die Marga, mit ihren lustigen Zöpfen. Wenn es nur wieder so wäre wie in unseren Kindertagen. Unbeschwert. Unschuldig. Ich träumte mich mit Marga auf den Schulweg, während ich im Schützengraben lag. Und oft genug sah ich sie auch hier sitzen, mit glänzenden Augen und roten Wangen und ich erinnerte mich nur an ein paar Zeilen von Rilke, die sie mir damals vorgelesen hatte:<br />
„Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,<br />
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,<br />
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.“<br />
Da erst habe ich meine Marga verstanden. Und nur noch an sie gedacht. Das war mir meine Flucht.</p>
<p>Dann war der Krieg zu Ende. Und bald darauf auch die Gefangenschaft. Ich kehrte heim, hierher, und saß so manches Mal auf dieser Bank, auf der die Marga mir Gedichte vorgetragen hatte.  Und  eines Tages sah ich sie hier sitzen, die Marga, hier auf unserer Bank. Es war kein Traum, diesmal war sie wirklich da. Saß dort und las in einem Buch. So tief versunken in ihre Gedanken, dass sie mich nicht sah. </p>
<p>„Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,<br />
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,<br />
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht“, hab ich gesagt.<br />
Die Marga hat aufgesehen und geweint. Wir beide haben geweint. Über ihren Schmerz. Über meine Sehnsucht. Über die sinnlos vergeudete Zeit.<br />
„Kannst Du mir wieder gut sein?“, fragte ich bang.<br />
„Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt?“ flüsterte sie und lächelte. Mit glänzenden Augen und roten Wangen, genau wie damals. Meine Marga.“</p>
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		<title>Wärest du morgen noch da</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 07:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Songline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz erzählt]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Hey Du.“
Sonja wendet sich um und folgt dem leisen Klang der vertrauten Stimme. Dort ist er. Ein wenig verlegen blickt er sie an, unsicher, wie sie reagieren wird. Und doch auch mit dem verschmitzten Lächeln im Gesicht, das sie so sehr an ihm liebt.
„Hey Marc.“
Sonja zögert. Was tut man in so einem Moment? Was tut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Hey Du.“<br />
Sonja wendet sich um und folgt dem leisen Klang der vertrauten Stimme. Dort ist er. Ein wenig verlegen blickt er sie an, unsicher, wie sie reagieren wird. Und doch auch mit dem verschmitzten Lächeln im Gesicht, das sie so sehr an ihm liebt.<br />
„Hey Marc.“<br />
Sonja zögert. Was tut man in so einem Moment? Was tut man, wenn körperliche Nähe noch vor nicht allzu langer Zeit selbstverständlich war, nun aber diese Trennung im Raume steht, mauermeterhoch?  Umarmt man sich? Aber wenn er es auch wollte, sollte dann nicht er…? Sie bewegt sich nicht.</p>
<p>„Wie geht’s dir?“<br />
Sonja ging es schon mal besser. Es ist so viel passiert in letzter Zeit.  Aber sowas erzählt man nicht am Stöbertisch einer Buchhandlung. Ein „Wie geht es dir?“ richtig zu beantworten braucht Zeit und einen Kaffee. Vor allem aber das Gefühl, dass der andere auch morgen noch zuhört.<br />
<span id="more-414"></span><br />
„Gut, und selbst?“<br />
„Ich hab mir Sorgen um dich gemacht. Ich dachte, du wärest traurig.“<br />
Ja, das ist sie ohne ihn. Immer noch und immer wieder. Aber – sagt man das? Sagt man das, wenn man möchte, dass es dem anderen gut geht und er sich keine Sorgen um einen machen muss? Nein, das sagt man nicht. </p>
<p>„Nein, es ist okay. Wie geht es dir?“<br />
Marc erzählt, was er so macht, und es hört sich gut an. Ärger im Büro, aber ein neues Projekt in der Freizeit, von dem sie weiß, dass es ihm Spaß macht. Sie freut sich für ihn. </p>
<p>„Es ist schwer, ohne das, was wir hatten.“<br />
Marc spricht es aus. Ja, es ist schwer. Man hütet den Schatz der Erinnerung und weiß zugleich um das „nie wieder“.<br />
Sonja schweigt. Solange man schweigt, fällt es leichter, das Zittern der Lippen zu verbergen und die aufkommenden Tränen zu unterdrücken. </p>
<p>„Trinken wir ab und zu einen Kaffee zusammen?“  Sonja hält Marcs erwartungsvollem Blick stand und schafft ein überzeugendes „Ja, gerne.“<br />
„Okay, dann bis dann mal.“<br />
„Ja, bis dann mal. Mach’s gut.“</p>
<p>Sonja sieht Marc hinterher, während er die Buchhandlung verlässt. Und spricht nur in Gedanken aus, was sie ihm hätte sagen wollen. ‚Was erzählen wir uns dann, wenn wir ab und zu einen Kaffee trinken? Träumen wir von alten Zeiten? Zerreißt es uns, weil wir sie nicht zurückholen können? Reden wir dann übers Wetter, weil das nicht weh tut? Und gehst du dann wieder? Gehst Du wieder? Du fehlst mir unendlich. Aber vertraut mit dir reden, so wie früher, könnte ich nur, wenn ich sicher wüsste, du wärest auch morgen noch da.‘</p>
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		<title>Liebe</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 16:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Songline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tag für Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie zerreißt mir das Herz
weil ich weiß
dass du gehst.
Sie wird mich halten
weil sie bewahrt
was von dir bleibt. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie zerreißt mir das Herz<br />
weil ich weiß<br />
dass du gehst.</p>
<p>Sie wird mich halten<br />
weil sie bewahrt<br />
was von dir bleibt. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>You don’t know …</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 12:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Songline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Multimedial]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Milow]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[You don't know]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Monaten schon ist dieser Song in meinem Kopf. Verbunden mit einem Gedanken, ganz für mich, mit dem Gefühl des Momentes, als ich es zum ersten Mal bewusst hörte und für mich als richtig empfand.
You don’t know anything about me anymore. Du weißt nichts mehr von mir. So war es. Garnichts wusste er. Weil es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Monaten schon ist dieser Song in meinem Kopf. Verbunden mit einem Gedanken, ganz für mich, mit dem Gefühl des Momentes, als ich es zum ersten Mal bewusst hörte und für mich als richtig empfand.<br />
<em>You don’t know anything about me anymore.</em> Du weißt nichts mehr von mir. So war es. Garnichts wusste er. Weil es ihm egal war, so wie ich ihm egal war und alles andere auch.<br />
Ich hab’s mitgesungen im Radio. Ich habe diese eine Zeile rausgeschrieen, als würde ich sie jemandem ins Gesicht schleudern. Sie war das Ventil für meine Wut, die ich nirgendwo anders loswurde. <em>You don’t know anything about me anymore.</em><br />
<span id="more-216"></span><br />
Irgendwann änderte sich etwas. Es wurde weicher. Ich wurde weicher. Da war nicht mehr nur diese eine Zeile. Da war eine eingängige Melodie, da war die Traurigkeit in der Stimme von Milow.  <em>„I gave up dreaming for a while“</em> Ja. Ich hatte eine Weile aufgehört zu träumen, war aber bereit, wieder damit anzufangen. </p>
<p><em>„You don’t know.“</em> Es lief im Autoradio. Ich hatte es auf Endlosschleife als Hintergrundmusik, wenn ich am PC arbeitete. Keine Wut mehr. Nur ein Song, den ich nun hoffnungsfroh mitsang. Aber ein Song ganz für mich. </p>
<p>Und dann fügten sich zwei Gleise zu einer Spur. Dann war auf einmal noch jemand da, der Milow im Hintergrund laufen hatte, als er am PC saß.<em> „You don’t know.“</em> Nein, wir wissen nie, was passiert. „Leben ist, was passiert, während wir andere Pläne machen.“ Das hat John Lennon gesagt und damit hatte er Recht. </p>
<p>Zwei Menschen im Chat und ein Lied von Milow. Ein paar Späße darüber und Johns Vorsatz, es zweistimmig aufzunehmen. Mit einem verrückten Kerl, der erst ein Bier braucht, bevor er singt. Es war sehr lustig, als wir darüber sprachen.</p>
<p><em>Sometimes everything seems awkward and large<br />
imagine a Wednesday evening in March<br />
future and past at the same time…</em></p>
<p>Ja, es ist viel passiert am Mittwochabend. Ausgerechnet. Ein Mittwochabend im März. Nun ist der Song Johns Abschiedslied. Aber er ist zugleich auch ein Versprechen. Weil er ihn immer noch aufnehmen möchte.  </p>
<p>Andi, das hier ist für Dich. Damit Du es kannst, wenn er wiederkommt.<br />
Und für mich ist es irgendwie auch.</p>
<p><code>
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</object></code></p>
<p>sometimes everything seems awkward and large<br />
imagine a Wednesday evening in March<br />
future and past at the same time<br />
I make use of the night, start drinking a lot<br />
although not ideal for now it&#8217;s all that I&#8217;ve got<br />
it&#8217;s nice to know your name</p>
<p>you don&#8217;t know you don&#8217;t know<br />
you don&#8217;t know anything about me</p>
<p>an ocean a lake I need a place to drown<br />
let&#8217;s freeze the moment because we&#8217;re going down<br />
tomorrow you&#8217;ll be gone gone gone<br />
you&#8217;re laughing too hard this all seems surreal<br />
I feel peculiar now what do you feel<br />
do you think there&#8217;s a chance that we can fall</p>
<p>you don&#8217;t know you don&#8217;t know<br />
you don&#8217;t know anything about me<br />
what do I know I know your name<br />
you don&#8217;t know you don&#8217;t know<br />
you don&#8217;t know anything about me<br />
anymore</p>
<p>I gave up dreaming for a while<br />
I gave up dreaming for a while</p>
<p>I&#8217;ve noticed these are mysterious days<br />
I look at it like a jigsaw puzzle and gaze<br />
with wide open mouth and burning eyes<br />
if only I could start to care<br />
my dreams and my Wednesdays ain&#8217;t going nowhere<br />
baby baby baby you don&#8217;t know</p>
<p>you don&#8217;t know you don&#8217;t know<br />
you don&#8217;t know anything about me<br />
what do I know I know your name<br />
you don&#8217;t know you don&#8217;t know</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fuchsfrust</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 09:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Songline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichtet]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sonett]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur einen Augenblick die Zeit anhalten
Und just bei diesem Wimpernschlag verstehen
Warum die Dinge ihre Wege gehen
Und die Gefühle mit der Zeit erkalten.
Dir geht es anders, Du kannst sie gestalten
Die Liebe, dass sie ewig wird bestehen
Du wirst alltäglich rosa Wolken sehen
Und lässt Dein Glück von niemandem zerspalten.
Das sagst Du mir, mein Kind, aus tiefem Glauben
Und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur einen Augenblick die Zeit anhalten<br />
Und just bei diesem Wimpernschlag verstehen<br />
Warum die Dinge ihre Wege gehen<br />
Und die Gefühle mit der Zeit erkalten.</p>
<p>Dir geht es anders, Du kannst sie gestalten<br />
Die Liebe, dass sie ewig wird bestehen<br />
Du wirst alltäglich rosa Wolken sehen<br />
Und lässt Dein Glück von niemandem zerspalten.</p>
<p>Das sagst Du mir, mein Kind, aus tiefem Glauben<br />
Und ich will nun der Zeit Sekunden rauben<br />
Dass sie mir Weisheit schenkt: Wie das soll möglich sein?</p>
<p>Denn Liebesglück auf ewig hängt an hohen Trauben<br />
Wir sind die Füchse, müssen einst wutschnauben<br />
Weil wir um diese Frucht zu ernten sind zu klein. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
	</channel>
</rss>

