Warnung
Kinder, geht nicht in den dunklen Keller!
Bleibt im Garten, dort ist es heller!
Nicht dort hinunter, bleibt doch stehen!
Nicht weitergehen…
Psst… hört ihr es? – Verknalltes Nagelgejammer,
sie lassen sich quälen… das ist der Hammer!
Die Muffen munkeln, die glatte Latte erwäge
verbotene Spiele mit der Handkreissäge!
Ein heißer Kolben ist in schweren Nöten,
er will endlich löten –
und das Zinn
schmilzt dahin.
Auf dem Boden liegen nackte Bretter,
sie wimmern, wo bist du, mein Hobel, mein Retter!
Eine Zange biegt und kneift den Draht.
Da! Ein Schmirgelpapier naht….
Was das tut, wollt ihr nicht wissen,
es ist so rau und gerissen!
So geht es zu dort unten, ungelogen,
nur die Mutter ist noch angezogen.
Kinder, geht nicht in den Keller, ehrlich,
es ist zu dunkel dort und zu gefährlich!

Songline
28. Mai 2010
Mumpitz, da hast Du was angestellt. Ich werde nie wieder in den Hobbyraum meines Vaters gehen können, ohne DIESE Bilder vor Augen zu haben.
Und eines ist sicher: Meine Kinder dürfen auch nicht mehr in den Keller, bei dem, was da abgeht.
manu
28. Mai 2010
Mann ist das gemein,
wo soll ich denn jetzt zum Lachen hingehn????:wink:
Hulemule
28. Mai 2010
himmel hilf – ich hab sogar ne melodie im kopf zu dem text …
erst dachte ich, das ist ne kurzgeschichte, bis ich merkte, dass sich das reimt
Angie Pfeiffer
29. Mai 2010
..kein Wunder das die Jugend mit dem Handwerk nix mehr zu tun haben will….
Cooles Gedicht, da muss man erst mal drauf kommen.
LG
Mumpitz
30. Mai 2010
Na danke euch, ihr seid jetzt alle gewarnt! Die satirische Seite dieses Gedichtes ist, dass Eltern oft Schreckgespenster malen, um ihre Kinder von den Geheimnissen und Gefahren des Lebens fern zu halten. Also guckt am besten selber nach, dann seht ihr, was wirklich abgeht im dunklen Keller!
Angie Pfeiffer
31. Mai 2010
…ne lass ma, da tummeln sich die Asseln, wollen wir sie tummeln lassen und zwar ungestört..