Madagaskar

Zwei Wellen auf offenem Meer
die wogten auf gleicher Länge
sich wild umeinander her,
sie kannten nicht Grenzen noch Enge.

Kein Deich sie einzudämmen,
kein Fels, der sie jemals bezwang.
Nur der Wind blies auf ihren Kämmen
zum seufzenden Walfischgesang.

Ref.: Die Wellen spürten sich
und sie berührten sich,
und sie entführten sich
nach Madagaskar.

Die Brandung säumte sie
die Gischt umschäumte sie
der Sandstrand träumte sie
nach Madagaskar.

Der Möwen Geschrei in der Luft,
des Tümmlers waghalsiger Sprung,
der Brise salziger Duft
machte sie mutig und jung.

Sie trieben hinaus in die Weiten.
Sie glitzerten gleißend und blank.
Sie liebten es Wellen zu reiten,
bis die Sonne in ihnen versank.

Ref.: Die Wellen spürten sich…

Piraten in tosender Flut
sind einstmals samt Beute ertrunken.
Ihr Schiff in der stürmenden Wut
ist zum Grunde des Meeres gesunken.

Zwei Wellen nur kennen den Ort
und werden ihn heimlich bewahren.
Sie träumen sich sehnsüchtig fort:
Zwei Piraten, die auf Kaperfahrt fahren.

Ref.: Die Wellen spürten sich…

  • Mein Beitrag zum Juni-Thema “Fernweh”.

  • Wow. Das ist ein Liebes-Geheimnis-Fernweh Lied, mit dem man sich augenblicklich wegträumen kann.

    Ich würde das zu gern auch vertont hören. Ja, ich weiß, das Headset und die Soundqualität. Aber vielleicht, wenn Du irgendwann nochmal im Studio bist?

  • Die Melodie ist noch gar nicht erfunden, es gibt nur eine Idee bislang. Kann also noch ein Weilchen dauern mit der Vertonung!

  • obwohl ich es ja auch besser weiß – hab ich erstmal geguckt, ob es nicht vielleicht doch ein Audio gibt :wink:

    ja – ein wunderbarer Wegträumtext!

  • ach wie schön – ich bin mir sicher, es gibt eine melodie – du kennst sie nur noch nicht :-) der text ist jedenfalls super.

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