Weihnachtseinkäufe – eine wahre Geschichte (gekürzte Fassung)
Handlungsort: Ein Geschäft in einer Kleinstadt
Handelnde: Eine Kundin mittleren Alters,
ihr Mann
, Verkäuferin
Es ist kurz vor Feierabend, das Pärchen betritt den Laden.
Verkäuferin:
Guten Abend
Er:
N‘ Abend
Sie:
Ach ist es schon so spät?
Verkäuferin:
Es ist fünf vor halb, wir schließen um halb sieben, sie können sich gerne noch umschauen.
Sie: (mit einem leichten Kieker):
Ach sie haben ja noch die schönen Armbänder und Ketten und die passenden Anhänger! Das ist doch echtes Silber?
Verkäuferin:
Ja sicher.
Sie: (an ihrem Mann gewandt)
Jetzt schau doch mal, du musst mithelfen auszusuchen.
Er: (uninteressiert)
Such du das ruhig aus, mein kleiner Hase, du hast einen guten Geschmack.
Sie: Das ist aber jetzt unfair, immer muss ich alles für die Zwillinge aussuchen.
(Sie kramt eine Weile im Schmuck, legt verschiedene Anhänger auf die Ladentheke)
So, jetzt suchst du was aus, Bernd! Entweder das Herz oder das Kleeblatt.
Er: (weist auf das Kleeblatt)
Das da.
Sie:
Oder doch lieber das Herz? Ach und ich wollte ja noch eine Kette für jeden Zwilling kaufen. Was meinst du, welche Anhänger wollten wir denn dafür aussuchen.
Er: (verdreht die Augen)
Das ist mir völlig egal. Such doch einfach etwas aus.
Verkäuferin: (schaut auf die Uhr)
Sie:
Ich weiß nicht, vielleicht den Teddy, och nö, der geht nachher so schnell kaputt! Was wäre mit diesem Herz für die Kette? Aber da ist ja ein Schlüsselloch drin! Da fragt ja jeder, wo der Schlüssel ist!
Er:
Urks
Verkäuferin:
???
Sie: (an die Verkäuferin)
Überhaupt, wissen sie wie lang die Ketten sind? Muss da nicht was schweres dran damit die Kette vernünftig nach unten hängt
?
Er:
Ja, ein Ziegelstein!
Verkäuferin:
Die Ketten sind 60 cm lang, aber sie können auch einen kleineren Anhänger nehmen, das ist in Ordnung! Der Herzanhänger ist doch süß, sie können ja einen Anhänger in Schlüsselform für das Armband nehmen. Dann ist das Rätsel des Schlüsselloches auch gelöst.
Er: (grinst)
Mach hinne, die Frau will Feierabend machen.
Verkäuferin (lächelt dankbar)
Sie: (vorwurfsvoll)
Ja ICH wäre schon längst zu Hause, wenn du dich mal entscheiden könntest! Was sollen wir denn jetzt für Anhänger nehmen?
Er: (energisch)
Wir nehmen jetzt die Herzen und die Kleeblätter und Ketten und Armbänder! Ich habe echt keine Lust mehr!
Sie:
du hast ja gar nicht richtig geguckt! Schließlich sind es auch deine Kinder! Vielleicht möchten die Zwillinge gar nicht, dass die Anhänger gleich sind!
Er: (legt die entsprechenden Teile vor der Verkäuferin ab)
I
ch bezahle das jetzt, Schluss!
Verkäuferin: (bemüht sich den Schmuck möglichst schnell einzuscannen)
Es sind ja noch zwei Tage bis Heiligen Abend, sie hätten also die Möglichkeit alles mehrmals umzutauschen!
Er: (lacht laut)
Sie:
Sie haben völlig recht, ich kann es mir noch überlegen!
Jetzt wollen wir auch nicht weiter stören, sie möchten sicher Feierabend machen.
Verkäuferin:
………..
Allen Netzkritzlern ein frohes, geruhsames Weihnachtsfest!
