Hörst du es (von ~2001)

Hörst du es rauschen?
Gespenster die lauschen?
Wollen ergreifen dein Hab und Gut;
Vernichten dich in reissender Glut.
Es ist schwer zu entkommen.
Und bist du einmal entronnen,
wird der Schmerz dich zerfressen;
Du wirst sie nie vergessen
-die Dämonen, die bösen,
von denen du dich nie mehr wirst ganz lösen.
Sie fesseln deine Gedanken,
bringen dich ins schwanken;
Bis du doch noch fällst,
von deinem Leben nichts mehr hältst;
Verloren in ihrer Zeit und ihrem Raum,
gefangen in einem nie endenden Traum.

Ich will…

Ich will…

Ich will allein sein,
doch Einsamkeit macht traurig.
ich will unter Menschen sein,
doch Menschen verunsichern mich.
Ich will sagen was ich denke,
doch ich kann nicht.
Ich will weitergehen,
doch steh ich mir selbst im Weg.
Ich will leben,
doch auch der Tot ist verlockend.
Ich will sterben,
doch hänge ich zu sehr am Leben.
Ich will stark sein,
doch bin ich schwach.
Ich will soviel,
und doch…

….weiss ich nicht, was ich will…

(mit ungefähr 14 Jahren geschrieben)

Gepäck für’s Leben

[kml_flashembed movie="http://www.youtube.com/v/XnmwlKu6r_U" width="425" height="350" wmode="transparent" /]

Noch bist du so klein und hast dein ganzes Leben vor dir.
Ich hoffe ich werde nicht zu viele Fehler machen und du wirst ein großer starker Baum.
Jetzt schon ist es nicht einfach für uns, aber ich geb mein Bestes!
Meine Blätter werden dir Schatten spenden und mit meinen Wurzeln werde ich dir Halt geben so gut ich kann.

kreativitätslos…

Meine Kreativität von „früher“ mag mich wohl zur Zeit einfach nicht.
Ich hoffe das ändert sich auch wieder.

So gibts einfach mal ein Lied zum Thema Fernweh von Soul in Sadness

[kml_flashembed movie="http://www.youtube.com/v/HpJRXnV2CRA" width="425" height="350" wmode="transparent" /]

Die Nacht

Ein Lied was mir sehr viel bedeutet hat…

[kml_flashembed movie="http://www.youtube.com/v/oIfKlvBBZ40" width="425" height="350" wmode="transparent" /]

insignificant

Es ist Freitag und mitten in der Nacht. Sie sitzt im Bad an die Heizung gekauert mit einem Handtuch auf dem Schoß und einer Rotbart in der Hand. Neben ihr steht eine leere Flasche Wodka Red Orange.
Das hellblaue Handtuch ist gespickt von roten Flecken und es tropft weiter von ihrem rechten Arm…
Sie will doch einfach nur abschalten und schlafen, doch das Gedankenkarussell will einfach nicht anhalten.
Ihr Herz pocht spürbar bis zum Hals, doch die Füße und Hände schlafen immer wieder ein.
Schlafen soll auch ihr Kopf, aber der folgt dem Beispiel der Extremitäten nicht.
Die Einsamkeit treibt mal wieder ihre Spielchen und das nicht ertönende „ao“ im ICQ bestätigt sie.

Natürlich gäbe es ein paar Individuen, die denken würden „Warum meldet sie sich denn nicht bei mir, ich wär doch da?“, aber manchmal kommen einfach nur wenige, bestimme Menschen zu ihr durch, die mit ihrer bloßen Anwesenheit schon die Einsamkeit vertreiben könnten. Doch genau die scheinen da keinen Wert drauf zu legen. Genau denen ist sie meistens egal.

She feels insignificant – she is insignificant….

Was ist…? (einfach nur Gedanken)

Was ist, wenn der umgekippte Baum doch noch mehr Leben in sich hat als gedacht?
Wenn er doch noch starke Wurzeln in der Erde hat, auch wenn der größte Teil vom Sturm rausgerissen wurde…
Was ist, wenn die neue Pflanze, die man gepflanzt hat, keine Wurzeln schlagen will?
Wenn sie einfach nicht blüht und vor sich hinwelkt…

Was ist, wenn man lieber wieder der alte Baum sein möchte?
Wenn sich das Neue falsch anfühlt…
Was ist, wenn die Vernunft sagt, so wie es ist, ist es besser?
Wenn das kurze Glück aber schon wieder weg ist und in einem nur noch Leere herrscht…

Es ist nicht sinnlos, aber es fühlt sich so an…

Liebe hat viele Gesichter

Kann man mehrere Personen auf einmal lieben? (mal abgesehen von der Familie)
Ich denke ja!

Da ist zum Beispiel der Ex, mit dem man ein Kind hat und knapp 3 Jahre zusammen war.
Nicht immer trennt man sich, weil die Liebe gegangen ist.
Es hat nur einfach nicht mehr gepasst. Die Erwartungen und Ansprüche haben sich geändert.
Mit Kind ändert sich viel. Da ist Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sehr wichtig.
Eine Beziehung steht nicht mehr zur Debatte, die Liebe bleibt, nur halt irgendwie anders.
Sie ist schon lang nicht mehr kräftig und stabil, der Sturm hat die Wurzeln aus dem Boden gerissen.

Dann gibt es da jemand neues…man fühlt sich wohl, es passt einfach.
Das Verständniss ist ein ganz anderes. Beide mit Kindern, beide wissen wie es ist, allein mit einem Kind.
Die Zuverlässigkeit ist da und auch sonst tut  es einfach gut.
Die Kinder verstehen sich und akzeptieren den neuen Partner sehr gut.
Die Liebe ist noch ein kleiner Samen, der vielleicht mit seinen Trieben den Weg zur Oberfäche findet und sich  zu einem kräfitgen Baum entwickelt. Vielleicht auch zu einer zarten Blume…man weiß es noch nicht.

Ja und dann…dann ist da noch der beste Freund.
Wie soll man diese Liebe bezeichnen? platonisch?
Auch da fühlt man sich wohl, und in den Arm genommen zu werden tut gut.
Man würde so gerne den Schmerz des Anderen lindern oder gar ganz auf sich nehmen.
Es macht traurig, das nicht zu können…
Diese Liebe ist tief verwurzelt und auf einer ganz anderen Ebene.

Alle drei haben gemeinsam, dass sie einem wichtig sind und sie können einen deswegen auch schnell verletzten…

sie sitzt nur da

Aus dem Notebook schallt Musik,
die Wohnung schreit nach Ordnung
doch sitzt sie nur da
Chaos in der Wohnung
noch größeres Chaos im Kopf

Zweifel stapeln sich
wie das dreckige Geschirr in der Küche
Die Wäsche muss sortiert werden
die Gedanken auch
doch sie sitzt nur da…

Ein kleiner Engel auf Reisen (Impressionen einer Bahnreise 2001)

(diesen Text hab ich vor 9 Jahren mal während einer längeren Bahnreise geschrieben)

Grauer Himmel, unendlich weit. Felder, Häuser, Straßen, Wege ziehen vorüber. Die Welt scheint ausgestorben, versunken in Stille, als hätte ihr jemand alles Leben ausgesaugt. Nur im Zug sitzen Familien, Singles, Paare, Denker, Träumer…, alle wollen sie irgendwo hin. Steigen ein oder steigen aus und verschwinden irgendwo in der grauen Stille der Straßen. Unter den vielen Reisenden befindet sich auch ein kleiner scheuer Engel, der die wundersame Stille schätzt und sich durch Musik vor den lauten, komischen, Fahrgästen schützt. Die schützenden Mauern sind aufgestellt, eingeschlossen in der eigenen kleinen Welt, reist er kleine Engel nun unter all diesen Menschen. Nach außen hin still und unauffällig, von den Anderen kaum beachtet, hängt der Engel sienen Gedanken nach. Der Discman spielt von Evanescence ‚Hello‘, ein Lied, das dem Engelchen immer wieder Tränen in die Augen treibt..doch weinen tut das Engelchen nicht, es weint fast nie, wenn dann auf seine eigene weise, doch es darf so nicht weinen…und es hält sich mit viel Mühe auch daran!…Draußen wird es etwas heller, doch die Straßen bleiben leer..es fängt wieder an zu regnen. Das Engelchen packt sich warm ein um den Zug zu wechseln, denn draußen ist es kalt und nass. Der neue Zug ist etwas voller, aber die Leute scheinen nett zu sein…Das Engelchen hat mal gewagt, sich mit einem Fahrgast zu unterhalten, eine Frau, wahrscheinlich so um die 30…Jetzt hat sie wieder ihre Ruhe und hört weiter Evanescence, immer darum bemüht, die Mauer aufrecht zu erhalten. Nach aussen hin wirkt der kleine Engel wahrscheinlich kühl und hart, doch das ist ja auch Absicht, geht schließlich niemanden etwas an, wie es in der dunklen Seele des kleinen Wesens aussieht. Nur ein paar bestimmte Engel dürfen hinter die Mauern schauen…die Mauern, die inzwischen anfangen zu bröckeln, drohen einzustürzen, aber immerwieder repariert werden. Draußen hat es mal wieder aufgehört zu regnen, doch es herrscht immernoch dise graue Stimmung; Alles wirkt so verlassen, als gäbe es nur noch die Reisenden im Zug und an den Bahnhöfen. Die Zeit scheint zu stehen, von Hektik ist nichts zu merken. Wieder hat sich jemand zu dem kleinen  Engel gesetzt, aber da das Engelchen keine Lust hat sich zu unterhalten, hört es weiterhin Musik und starrt hinaus in den Himmel. Mit den Gedanken wie sooft in seiner eigenen kleinen Welt. Nun ist es auch schon Nachmittags; wieder neuer Zug, wieder neue Leute. Der Sitzplatz ist auch nicht mehr so bequem und der Zug ziemlich voll. Draußen wird es wieder dunkel. Inzwischen läuft zur Abwechslung mal wieder Nightwish auf dem Discman, als Abwechslung, denn in diesem Zug fühlt sich der kleine Engel nicht sehr wohl. Die Dörfer und Städte, die vorbeiziehn, wirken immernoch so Menschenleer. Obwohl es schon dämmrig ist, sind kaum Lichter zu erblicken. Das Englein wundert sich über diese Leere. Ja, es war alles irgendwie recht merkwürdig. Der kleine Engel schob die Gedanken darüber zur Seite und freute sich schon auf das Treffen mit einem seiner Schutzengel. Ja auch kleine Engel haben Schutzengel! ;o)…