Geduld
Wär ich ein Falter, sagen wir,
und liebte weißen Klee,
und einen Rasen gäbe es,
den ich so gern
benaschte und bestäubte,
und würde er alsbald geschnitten,
er läge blütenlos
am nächsten Morgen:
ich wartete geduldig,
blass beflügelt,
hörte das Gras in Ruhe wachsen,
vertriebe mir die Zeit
mit Glückskleeblättersuche.
Bis endlich neue Blütenigel
sich duftend öffnen.
