Organspende – Ich schenk Dir mein Herz
Es gibt ja Dinge, über die mag frau nicht nachdenken. Zum Beispiel übers Ableben. Wer kann ihr das verdenken? Selbst Mann schiebt ja jeden Gedanken an Gevatter Tod so lange beiseite, bis er im Sarg liegt und die Hinterbliebenen sich fragen, wo der Sparstrumpf versteckt ist, mit dem sie die Beerdigung bezahlten wollen. Demnächst ist das aber nicht mehr die alles entscheidende Frage. Demnächst ist zuerst einmal zu klären, wie viel vom Verblichenen überhaupt noch in den Sarg kommt.
Unsere Vorfahren hatten es da wesentlich einfacher. Früher, also so ganz früher, lange bevor Adenauer Kanzler war, wurde noch geboren, gelebt, gestorben und beerdigt. Asche zu Asche, Staub zu Staub. Das war der Lauf der Dinge, bis der Mensch die Medizin erfand. Danach wurde zwar immer noch gestorben, aber man hatte länger was vom Leben.
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