Alle Texte zu Kategorie ‘Gedichtet’

Abgeklärtes

Frauen sind in meinem Alter
nur mehr fern geseh’ne Falter,
denn ich steh’ dank Reifegraden
in nichts mehr auf Eskapaden.

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Lümmelwundertüten

Ein Lümmel mit nur Un im Sinn – eine Rezension
Ich kenne den Autor dieses Schelmengedichtbandes seit langem und bin auch mit ihm befreundet. In einem kleinen, aber feinen Schreibforum (höhö, dreimal darf geraten werden) stieß ich erstmals auf Andreas Gers’ versponnen-ironische Verse und war sofort begeistert.
Ich bin ferner nicht unbeteiligt daran gewesen, dass sich ein [...]

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Novembertod

Es ist so schön, im November zu sterben,

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Zivilisationskritik mit Niveau

Die Plünderung der Kulturschätze – eine Rezension
Claudia Wädlich legt nach!
Die wortgewaltige Autorin aus Oberhausen übt auch in ihrem zweiten Gedichtband Zivilisationskritik mit Niveau. Die studierte Rechtsgelehrte (mit Spezialisierung in Kriminologie) betreibt in ihren lyrischen Bildern beherzt Ursachenforschung in Sachen Kulturverfall und benennt genauso furchtlos die Folgen einer klandestinen politischen Einflussnahme.
Als Überlebende des Aufsehen erregenden Terroranschlags [...]

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Lyrisches Zirkeltraining

Innere Zirkel – eine Rezension
Gesellschaftskritik, die hohe Politik, Kulturgeschichte, Naturkunde und Mythendeutung – eigentlich sind diese Themen aufgrund ihrer Komplexität und Umfänglichkeit Elemente für einen Roman.
Claudia Wädlich hat das Kunststück vollbracht, daraus einen Lyrikband zu machen. Und dabei bleibt die Oberhausener Autorin nicht etwa schwammig, sondern wird sehr konkret. Man muss nicht unbedingt zwischen den [...]

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Fledermaus

Um Mitternacht, zur Geisterstunde,
wenn süß das Glöcklein zwölfe schlägt,

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Grundsätzliches

Mama, ach…
Was ist, mein Kind?
Sieh, wie grau die Tage sind…

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Etymologie

Auf einem Bergkamm stehn verlassen…

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Ungereimte Ungereimtheiten

unverhofft hoffnungsvoll
hoffnungslos hoffend
unglaublich glaubhaft
ungläubig glaubend
zweifelhaft zweifellos
zweifelnd
unfassbar gefasst
fassungslos
unendlich endlos
ENDE

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Maimond

Weißt du,
das ist der Vollmond.
Der macht mich unruhig
und melancholisch zugleich.
Dann klebt mir dieser doofe Satz
„wie einst im Mai“
in der Seele.
Ich fange dann an,
mich zu erinnern.
Es kommt so ein
bisschen Sehnsucht hoch.
Die ist aber
mit Zorn durchsetzt.
Weil du uns einfach so
abgehakt hast.
Inzwischen ist es mir
immer noch nicht egal.
Aber weißt du,
mach dir nichts draus.
Ist nur der Vollmond.

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